26.1.18

Neue Besen kehren nicht immer gut

Der öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger unseres Landkreises Prignitz hat bei seinem aktuellen Abfallwirtschaftskonzept wohl wieder mal nur den Preis und nicht die Leistung im Auge gehabt. Wenn wir als Bürger schon eine recht ansehnliche Summe für die Müllentsorgung bezahlen, haben wir dann nicht auch irgendwie das Recht auf eine angemessene Dienstleistung?

Vielleicht sollte man nicht immer den billigsten Anbieter wählen, sondern auf bewährte Zusammenarbeit setzten. Schließlich müssen die Firmen auch kalkulieren und eventuell neue Technik kaufen oder Mitarbeiter einstellen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie man sich als Firmenchef fühlt, wenn man erfährt, dass ein Billiganbieter den Zuschlag erhalten hat. 

 Manchmal irren die alten Sprichwörter: Neue Besen kehren nicht immer gut
Am Montag wurden die gelben Säcke nicht abgeholt und am Freitag sah es vor unserem Grundstück aus wie auf dem beigefügten Foto.

Das ist bei dem „alten“ Entsorger nie vorgekommen.




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15.12.17

Welcher Weihnachtsbaum passt zu mir?

Wie jedes Jahr zu dieser Zeit stellst sich die Frage:

Welcher Weihnachtsbaum passt zu mir?

Fichte
Picea abies
Auch: gemeine Fichte, Rotfichte
Eine Fichte als Weihnachtsbaum, das gehört bei vielen Menschen zur Kindheitserinnerung. Der Baum mit den
lockeren, leicht nach oben gebogenen Äste hat relativ kurzen dunklen Nadeln, die etwas stechen. Es gibt sehr
schöne und füllige Exemplare, andere wirken aber durch den Astabstand oft etwas dünn und kahl.
Leider nadeln Fichten in warmen Räumen sehr schnell.

Fazit: Fichten gehören zu den preiswertesten Weihnachtsbäumen. Eine Fichte sollte sich aber nur derjenige kaufen, der seinen Baum für kurze Zeit aufstellen möchte.



Blaufichte
Picea pungens Glauca
Auch: Stechfichte, Edelfichte oderfälschlich (!) Blautanne
Blaufichten waren in vielen Gebieten Deutschlands lange Zeit die beliebtesten Weihnachtsbäume. Sie haben, je nach Herkunft, starre Nadeln, die von grün bis blau variieren können. Allerdings stechen diese  unangenehm.
Für Katzen- und Hundebesitzer kann das sogar ein Vorteil sein. Durch ihre starren, nach allen Seiten abstehenden Äste tragen Blaufichten schweren Baumschmuck.

Fazit: Wer den Schmerz bei Anputzen nicht scheut, hat einen Weihnachtsbaum, der seine schön gefärbten
Nadeln längere Zeit behält ohne sie abzuwerfen. Der Preis unterscheidet sich in den einzelnen Regionen, man
könnte ihn aber zur „gehobene Mittelklasse“ rechnen.



Serbische Fichte
Picea omorika
Auch: Omorika-Fichte, Heckenfichte

Diese Fichten werden meist als Hecke angepflanzt. Sie haben einen schlanken Wuchs und kurze, nach unten hängende Äste. Die Nadeln stechen nicht, sind an der Oberseite dunkelgrün und schimmern an der Unterseite durch ihre weißen Steifen oft bläulich.
Fazit: Wer wenig Platz hat, sollte auch einmal über eine Serbische Fichte nachdenken. Sie ist relativ preiswert und nadelt erst nach 1 – 2 Wochen. Die Äste sind leider nicht für schweren Schmuck geeignet. Sie wird nicht von vielen Händlern angeboten. Mein Tipp: Regionale Forstämter, Baumschulen oder örtliche Weihnachtsbaumplantagen.



Nordmann-Tanne
Abies nordmanniana

Nordmann-Tannen sind die wohl zu Zeit beliebtesten Weihnachtsbäume. Das liegt sicher daran, dass sie auch in warmen Räumen viele Tage stehen können ohne zu nadeln. Ihre Äste stehen nach meist starr ab und können auch schweren Weihnachtsbaumschmuck tragen. Die Nadeln sind dunkelgrün und weich. Frisch geschlagene Bäume duften angenehm. Viele Nordmann-Tannen stammen aus Dänemark, sind also durch den weiten Transport ökologisch nicht so ganz unbedenklich.

Fazit: Die Nordmann-Tanne ist ein schöner Baum, der lange seine Nadeln behält und freundlich zu
schmückenden (Kinder-)Händen ist. Das rechtfertigt auch einen höheren Preis.




Colorado-Tanne
Abies concolor
Auch: Grautanne

Zugegeben, an die graugrüne Benadelung muss man sich vielleicht erst einmal gewöhnen. Aber ich habe viele Kunden, die sagen: einmal Colorado-Tanne – immer Colorado-Tanne. Die unregelmäßig angeordneten, leicht gekrümmten und auffällig langen Nadeln sind weich, von heller Farbe und duften angenehm. Sie halten bis weit ins neue Jahr hinein und garantieren einen sehr langlebigen Weihnachtsbaum. Allerdings sind die Äste nicht unbedingt für Großmutters schweren Weihnachtsschmuck geeignet.

Fazit: Ein auffälliger Baum, der seinen Käufer mit angenehmen Duft und langanhaltender Schönheit
belohnt. Dafür kann man auch ein bisschen mehr ausgeben.




Korea-Tanne
Abies-Koreana

Sie ist ein schmaler Baum; geeignet für alle die wenig Platz zur Verfügung haben. Die Nadeln sind etwas gedrungen und variieren von hell- bis dunkelgrün. Ihre Unterseite ist weiß. Die Äste zeigen starr zur Seite. Manchmal bekommt man auch ein Exemplar mit Zapfen. Diese sind blau und stehen aufrecht nach oben. Leider zerrinnt diese Pracht bald. Tannenzapfen kann man nicht aufbewahren – sie zerfallen immer. Übrig bleibt der „Mittelstab“, die sogenannte Spindel. Man kann den „Zerfallsprozeß“ mit Haarlack zumindest verzögern.

Fazit: Wer wenig Platz hat und das Besondere liebt sollte es einmal mit einer Korea-Tanne versuchen. Sie sieht gut aus und nadelt spät. Das rechtfertigt den höheren Preis.
  



Nobilis
Abies nobilis
Auch: Edeltanne, Silbertanne

Mit ihr haben wir den edelsten und auch teuersten Vertreter der Weihnachtsbaumzunft. Die starken Äste der Nobilis sind dicht, aber etwas unregelmäßig benadelt und duften angenehm. Die kurzen, blaugrünen Nadeln haften lange und sind weich. Dieser Baum wirkt sogar ungeschmückt.
  
Fazit: Ein Luxusobjekt – auch durch seinen Preis – welches als Schmuck eigentlich nur Kerzen und rote Schleifen braucht.




Kiefer
Pinus silvestris

Es gibt sie noch – die Liebhaber der Kiefer. Oft hört man die Bemerkung: Als ich Kind war hatten wir immer eine Kiefer – haben sie denn keine? Ich gebe es zu: dieser Baum mit seinen aufstrebenden Ästen und den langen grünen Nadeln hat seinen ganz besonderen Reiz. Hat man sich einmal an die relativ großen Astabstände gewöhnt und den passenden Schmuck dafür ausgesucht, besitzt man einen ganz besonderen Baum, der kaum nadelt.
  

Fazit: Preiswert, haltbar und nostalgisch. Mut zur Kiefer!


14.12.17

Tolle Ideen mit alten Schraubgläsern

Hier kommen noch einige Ideen für kleine und feine Weihnachts-Dekorationen.

Wir haben zwar nicht alle ausgerechnet diese speziellen Schraubgläser zur Hand, aber ich denke, dass man die tollen Ideen auch mit anderen Gläsern umsetzen kann.
Ich bin jedenfalls restlos begeistert!

Mein Vorschlag .. entweder alle Gläser von der gleichen Art oder ganz unterschiedliche Gefäße mit der gleichen Deko-Art.


http://www.architectureartdesigns.com/18-wonderful-diy-christmas-mason-jar-ideas-you-should-craft/

Bildquelle: siehe Link






4.12.17

Und noch ein Adventskranz!

Diesmal geht es ganz ohne Tannennadel-Gekrümel ab, denn Rebecca von Sinnenrausch stellt uns eine unvergängliche Alternative vor.

Hier geht es zum Artikel:

http://sinnenrausch.blogspot.de/2017/12/adventskranz-selbermachen-mal-anders.html

Bildquelle: siehe Link


24.11.17

Einen Adventskranz selber binden

Ich bin schon lange der Meinung, dass man nicht alles selber machen bzw. schreiben muss. Zumindest wenn es um den ach so beliebten Advenstkranz geht.

Damit wir uns richtig verstehen: Also machen, d.h. binden werde ich den schon selbst, aber die Beschreibung, wie das geht, das hat Fräulein Klein auf ihrem Blog schon erledigt.

Daher gibt es hier einfach einen Link auf diesen wirklich hilfreichen Artikel:

http://fraeulein-klein.blogspot.de/2017/11/einen-adventskranz-selber-binden.html

Bildquelle: Siehe Link


16.11.17

Den Wald nach Haus holen

Nicht jeder hat wie ich den Wald vor der Tür.
Im Netz bin ich auf einige wunderbare Anregungen gestoßen, wie man sich das Waldfeeling ansatzweise nach Hause holen kann:

http://frenchbydesignblog.com/2017/11/enchanted-forest-wallpaper.html

Bildquelle: siehe Link





19.9.17

Rotkäppchen kommt hier nicht vor

Populismus ist in. Gerade in der heutigen Zeit, so kurz vor den Wahlen. Da ist doch jedes Mittel recht und keine Plattitüde zu platt (welch nettes Wortspiel) um beim gemeinen Volk zu punkten. Das Rezept ist altbekannt und leider auch bewährt. Man gibt dem besorgten und unentschlossenen Otto Normalverbraucher einen Feind, auf den er sauer sein kann. Inwiefern das Ganze berechtigt ist, das spielt keine Rolle. Man muss nur laut genug sein und tüchtig auf die (Werbe-)Trommel schlagen. Absolut wichtig ist es dabei, latente Ängste zu schüren und ans Licht zu holen. Sind keine vorhanden, dann muss man sie eben schaffen. Alldieweil ist es vollkommen unerheblich, ob man da aus einer Mücke einen Elefanten macht. Hauptsache das Feindbild stimmt.

So etwas schweißt ja zusammen und schafft Gemeinsamkeit (und natürlich auch Wählerstimmen). Der Mensch ist unglücklicherweise ein Herdentier. Also kann man ihm alles, was die Herde bedrohen könnte, auch als Gefahr verkaufen. Die AfD macht es geradezu beispielhaft vor. (Es ist übrigens nicht einmal einhundert Jahre her, da gab es noch Andere, welche nahezu perfekt darin waren Feindbilder in den Herzen der Menschen zu versenken.) Allerdings haben wir Deutschen keine Monopol auf Populismus. Wo immer man sich in der Welt umschaut, treibt er gerade die schönsten Blüten.

Und wenn es mal nicht die Andersdenkenden, die Andersgläubigen, die Andersfarbigen oder die-was-auch-immer-anders-ist-Leute sind, dann ist es eben halt mal der Wolf. Da geht doch was, denkt sich ein parteiloser Kandidat und erhofft sich durch dieses Thema Rückendeckung und Wahlerfolg.  Er ruft zur Podiumsdiskussion in die Waldschule auf. Bisher war ich immer der Meinung, dort sollte die Liebe zur Natur gelehrt werden. Aber schon allein die Aufmachung der Einladung lässt befürchten, dass die Natur (zu der der Wolf wohl unbestritten gehört) hier nicht so gut weg kommt. Ganz oben kann man in Leserichtung (das ist ein klassischer Griff in die Marketingkiste) zuerst einen zähnefletschenden Wolf (oh, wie schaut der doch grimmig drein!), dann ein gemeucheltes Schaf (das Blut ist gut erkennbar) und zum Schluss ein dickes Paragraphenzeichen erkennen. Die Botschaft ist eindeutig: Böser Wolf mordet unschuldiges Lämmchen - doch wir werden ihm mit Recht und Gesetz Einhalt bieten.



Die Liste der bei der Diskussion anwesenden Gäste spricht ebenfalls Bände. Da ist die Chefin vom Kreisbauernverband. (Deren Einstellung ich schon noch irgendwie nachvollziehen könnte, wenn ich guten Willens wäre). Ein Schäfermeister, der als Geschädigter bezeichnet wird. Gefolgt von einem Rechtsanwalt, der ehrenamtliches Mitglied im Jagdverband Brandenburg/Havel e.V. ist. Und natürlich noch der Kandidat, der uns vorm bösen Wolf beschützen will. Dem gegenüber stand ein einsamer Mensch der Arbeitsgruppe Artenschutz Thüringen e.V.. Ich hoffe, der Moderator hat es geschafft, dass dieser nicht fluchtartig den Saal verlassen musste. Ein derart offensichtliches Ungleichgewicht an Vertretern konträrer Meinungen lässt mich das Schlimmste befürchten.  (Dass ein Thüringer doch nicht für die Brandenburger sprechen könne, wird sicher das netteste Argument gewesen sein.)

Ich konnte leider an dem Schauspiel der Podiumsdiskussion nicht teilnehmen. (Oder vielleicht auch zum Glück für mein inneres Gleichgewicht.) Die Rückkehr aus dem Urlaub stimmt die Menschen im Allgemeinen etwas melancholisch. Ich bin da keine Ausnahme. Der Anblick, der vielen überfahrenen Tiere am Straßenrad, tat sein übriges dazu. Ich wurde nicht froher gestimmt, als ich feststellen musste, welches Ereignis ich da inzwischen verpasst hatte. Dass es möglicherweise doch besser für mein Seelenheil war, als gedacht, stellte ich beim Lesen der Lokalpresse fest. Da hatte man am Vortag der Podiumsdiskussion eine Wolfmahnwache organisiert. (Tolle Idee - vielleicht sollten wir das Mal für die vielen Hühner in den Mastanlagen machen. Sind die nicht auch irgendwie Opfer?)  Mit dabei war unter anderem auch der Vorsitzende des brandenburgischen Landesverbandes der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Beim Lesen schämte ich mich regelrecht fremd, weil ich da auch Mitglied bin. Es tröstet mich wirklich nur ein bisschen, das auf Internetseite der Schutzgemeinschaft deutscher Wald folgende Aussage zu finden ist:
Die Etablierung von Luchs, Wolf, Wildkatze und anderen heimischen Arten wird grundsätzlich begrüßt, da diese Arten zu einem naturnahen Wald-Ökosystem gehören und gegebenenfalls zu einer Entschärfung der Wildschadensproblematik führen können.
Irgendwie bin ich ganz froh, dass am Wochenende endlich Wahlen sind. Wer weiß, worauf die Populisten sonst noch kommen. Wenn ich an die Tierkadaver recht und links der Autobahn denke, mache ich mir glatt Sorgen, dass noch jemand die Autofahrer angreifen könnte. Obwohl - die haben ja eine Lobby (ganz oben).